WARUM

… existiert diese Website?

Ganz einfach: der Publicity wegen, weil Öffentlichkeit in manchen Fällen von Nutzen ist. Zum Beispiel wenn es darum geht, Menschen zu begeistern oder unter einen Hut zu bringen. Kein Medium kann das bisher besser als das Internet mit zwei Kanälen, also das Web 2.0 mit Kommentarfunktion, Foren und anderen Instrumenten, die all denjenigen suspekt sind, die gern die Deutungshoheit über unser Leben ganz allein für sich beanspruchen.

Aber das ist ja nur die technische Seite der Frage nach dem Warum. Der Anlaß für diese Website ist konkret. Die Frage heißt: wo leben, wenn die Hektik nachläßt? Im Süden? Am Mittelmeer? Das machen viele und noch mehr haben es versucht. Dafür sprechen bereits das Wetter – natürlich – und auch häufig die Kosten. Es gibt immer noch Lücken in der Kostenstruktur Europas, mit anderen Worten: günstige Ecken, in denen deutsche Renten, Pensionen und Dividenden etwas mehr wert sind als auf Sylt oder in Garmisch-Partenkirchen. Es muß ja nicht gleich die Türkei eines Erdogan oder eine unbewohnte Insel der Ägäis sein.

Wo wir mit Garmisch schon im Süden der Republik sind: warum nicht Österreich? Oder die Schweiz? Wer die Berge mag, der ist hier bestens bedient. Und außerhalb der EU-Grenzen leben? So mancher wird in Thailand gut klar kommen. Wen der Islam nicht stört, der wird auch in Marokko glücklich.

Aber Argumente dagegen sind auch schnell gefunden. Wer bereits im Süden gelebt hat, es muß nicht gleich Nordafrika sein, der weiß, daß er immer Ausländer bleiben wird, auch bei den besten einheimischen Nachbarn der Welt und mit Sprachkenntnissen erster Güte. Die einen haben das bereits ausprobiert, die anderen lernen noch. Die Worte „dort leben ja, aber nicht dort alt werden” zeugen nicht von Borniertheit, sondern von der Lebenserfahrung anderer, die man selbst nicht unbedingt machen muß.

Was also tun?

In Deutschland bleiben? Das Land ist inzwischen ein Hochsteuerland mit schlechter Lohnstruktur. Wer jung ist und sich nicht hängen lassen will, der sollte gehen, für immer, wenn er sich nicht später einen Vorwurf machen will. Für junge Menschen wird die Fremde schnell zur Heimat und sie bleibt es, auch wenn die Hektik nach Jahrzehnten aus dem Alltag weicht.

Wer aber bleiben will oder wiederkommt, der braucht für Deutschland erstens die richtige innere Einstellung und zweitens eine Perspektive. Die innere Einstellung ist Privatsache und soll hier nicht zur Debatte stehen. An dieser Stelle geht es um die Perspektive. Die kann heißen: Ich lebe bei meinen Kindern. Diese Aussichten sind immer seltener anzutreffen, aus vielen Gründen. Sie kann heißen: Ich bleibe, wo ich bin, bis ich tot umfalle.

Dritte Möglichkeiten gibt es unendlich viele. Eine davon liegt auf der Hand: Nach dem Abschied vom Hauptberuf die nächste Herausforderung suchen, und zwar jenseits der Rosenzucht, der Klangschalensammlung und der Ferrari-Selbsthilfegruppe. Diese Herausforderung könnte heißen: leben im UNESCO-Welterbe. Warum das eine Herausforderung ist, erfahren Sie in Zukunft auf dieser Website. Einen Satz müssen Sie unterschreiben, wenn Sie hier wieder auftauchen: Nach dem Beruf kommt die Berufung. Wie die aussieht? Wir werden sehen …

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