Jul 28 2010

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Auf Sammlerpfaden

Es muß ja nicht immer gleich eine himmlische Nebra-Scheibe sein, die glückliche Finder entdecken. Zuweilen ist es ein schlichtes Stück Metall, das irgendwann

reformgewehrHier in die Kammer paßte der Verschluß mit Kammerstängel hinein.

eine interessante Geschichte offenbart. Bei Thale, Richtung Neinstedt, vielleicht zehn Kilometer südwestlich von Quedlinburg, tauchte dieser auf den ersten Blick rätselhafte Rostrest auf.

Nach entsprechender Behandlung entpuppte er sich als verbogener Lauf eines Hinterladers vom Typ M/71 der Firma Mauser samt Munitionskammer.

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Wer hat den Lauf verbogen? Ein Saboteur? Ein Artilleriegeschoß oder viel später eine landwirtschaftliche Maschine? Hat jemand diese Büchse auf der Flucht in den Graben geworfen? Auf der Flucht vor wem? Oder ging sie bei der Jagd verloren, weil der Eigentümer zuviel Zielwasser konsumiert und mit Brockenhexen getanzt hatte?

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Fragen über Fragen. Das M/71 verschoß übrigens das Kaliber 11 mm. Ein Klopper. Halbwegs modern ist die 5,56 mm Patronenmunition, zum Beispiel für das G 36. Da kann man einfach mehr mitnehmen.

Ein Kommentar

Ein Kommentar zum Beitrag “Auf Sammlerpfaden”

  1. Das Bodekrokodilam 28. Juli 2010 1

    … eine besonders sympathische Waffe, dieses Mausergewehr Mod. 71: Es war das deutsche Standardgewehr in der bis dato längsten Friedensperiode Mitteleuropas. Nach den blutreichen Einigungskriegen im frischgeschlüpften ‘Deutschen Reich’ in Dienst gestellt, wurde es um die Jahrhunderwende zugunsten des Mausergewehres Mod. 98 wieder aus dem Verkehr gezogen. Aus diesen Plampfen wurde nie ein gezielter Schuss abgegeben!

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